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Senioren-Hallenmeisterschaft in Genf

Hansi Herrmann 31.03.2018

Wie alle Jahre endet die Hallensaison mit dem Schaulaufen der Seniorinnen und Senioren, wie alle Jahre verbunden mit der unseligen Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit, was jedesmal Jet Lag-verstärkend wirkt. Für einmal stellte der BHC nur ein Team, sich dessen bewusst, dass einstige Meriten nur dann wieder verdient würden, wenn Luzern oder der HC Wettingen oder andere hoch ambitionierte Teams nicht teilnähmen. Aber es ist ja nicht der verbissene Fight, der viele der ergrauenden Stockschwinger an die Seniorenturniere lotst, sondern das Wiedersehen mit einstigen Kontrahenten und Freunden und Kumpels aus dem ganzen Land. So machte sich eine kleine aber muntere Truppe Samstag morgens sehr früh auf, nach Genf zu reisen, um dort am sprichwörtlichen Ende der Welt (Bout du monde), umrahmt von der legendären Holztribüne, die 1939 von General Guisan anlässlich der Generalmobilmachung in Saignelégier am Marché-Concours Hippique eingeweiht worden war, gegen diverse Teams anzutreten.   Die Resultate des Samstags sind schnell genannt: BHC-Red Sox 2:2, nach 0:2 Rückstand; BHC-GC 5:4, nach 0:4 Rückstand (merkt ihr was?); BHC-LSC 0:7... Somit keine wirklichen Aussichten auf die Meisterkrone...   Servette, der gastgebende Club, lud die Teams abends dann zu Apéro und Abendessen in die bei der Genfer Jugend doch wohl sehr beliebten "Halles" ein, auf einem Inseli in der Rhône, mitten in der Stadt gelegen. Hier gab es reichlich Zeit und auch Wein, um sich mit den alten Kumpels auszutauschen. Aber irgendwann hatte der Beizer wohl die Nase voll von dem Salongeplauder und öffnete eine weitere Türe zu seinem Lokal, durch welche dann Scharen von Kids die Halle fluteten und der Sound zügig den Klang Amok laufender Herz-Lungen-Maschinen annahm. Ergo: Geordneter Rückzug und für einige noch einen Abstecher in die Brasserie Lipp, die auch um Mitternacht noch vorzügliche Bistro-Gerichte auffuhr - ohne Murren, sondern mit erlesener Freundlichkeit!   Nach kurzer Nacht in einem Hotel von teilweise skurriler Innenarchitektur (die engsten Toiletten der Welt, Duschkabinen bestenfalls für Schlümpfe geeignet) spielten wir dann die Platzierung aus.Gottlob erst um die Mittagszeit, gegen Red Sox (4:4). Im Spiel um Platz 7 zeigten wir dem Luzerner SC dann den Meister des Mittelfelds und verabschiedeten uns mit einem diskussionslosen 5:1 aus dem Turnier.   Es spielten: Andreas "Balli" Müller im Tor, wie immer besonders am Sonntag zu Hochform auflaufend, Jan-Willem de Ruiter in der Rolle des Passgebers aus der Tiefe des Raumes, Andy "Duracell" Gasser mit seinen üblichen Rushes, Melina Antoniadis, kongenial und aufsässig mit und wie Sandra Breitschmid, Uli Herrmann, gefürchtet wegen seiner Stecher, sowie Kusi Jungo, stets mit dem Auftrag, vor dem Goal des Gegners für Verwirrung zu Sorgen. Gentil Organisateur Andi Stühlinger war wie immer um Ordnung auf dem Platz bemüht; auch eine Beule am Kopf konnte ihn wenn, dann nur kurz stoppen. An der Bande Chrissi de Ruiter und Hansi Herrmann.