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Das erste Spiel der Dybli stand im Zeichen von vielen Premieren

Sandra Rudolf 09.09.2019

NLB Damen, BHC - LSC 2 08.09.2019, 12:00, Rankhof, Basel  

Das Spiel gegen den LSC II stand im Zeichen von vielen Premieren:

Das erste Spiel der Saison, das erste Spiel in der NLB, das erste Spiel zu neunt, das erste Spiel auf einem Dreiviertelfeld, das erste Spiel mit nur einem Schiri - äh, ja, dem zweiten Schiri hat das Wetter wohl nicht gepasst? Oder die Liga? Oder war am Ende Die Anspielzeit um 12.00 Uhr zu früh? Naja, das Rätsel wurde nicht gelöst, gespielt wurde trotzdem. Schon vor Beginn des Spiels war klar. Ein Zuckerschlecken wird dies nicht. Die Luzernerinnen reisten mit einem üppigen Kader an, bei den Baslerinnen hingegen war die Bank nur mit einer Auswechselspielerin eher mager besetzt. Nichtsdestotrotz war das erklärte Ziel der Dybli, erfolgreich in die Saison zu starten. Das erste Viertel startete dann auch durchaus positiv für die Damen aus Basel. Sie kamen schnell in den Schusskreis, kreierten Chancen und schossen rasch das erste Tor. Dieses wurde jedoch aberkannt. Der Grund bleibt leider auch nach einer Kurzumfrage im Basler Team nicht ganz klar. Egal, die Dybli pressten unbeirrt weiter und holten sich nur wenig später die erste kurze Ecke. Der Schrubber von Sevi erreichte Clara, die den Stecher anlief zwar nicht, jedoch kullerte der Ball dank eines Fehlers der rauslaufenden Luzernerin trotzdem ins Tor – 1:0. Das Spiel war nun in vollem Gang. Die Baslerinnen zogen sich im zweiten Viertel etwas zurück, was den Luzernerinnen ermöglichte besser ins Spiel zu finden. So war es dann auch ein Konter, der zum nächsten Tor führte. Ein Fehler der Basler Abwehr, ein Durcheinander im Schusskreis, Torwartin Vio behielt jedoch den Überblick und spielte den Ball zu Clara auf die rechte Seite. Diese liess sich nicht zweimal bitten, nahm Fahrt auf und schlug nach einer bilderbuchwürdigen Hundekurve eine Flanke vors Tor. Fleur musste nur noch einschieben – 2:0. Dieser Spielzug blieb dann auch während des gesamten Spiels das erfolgreichste Rezept zum Angriff. Claras Flanken kamen immer wieder gefährlich vors gegnerische Tor; die Chancen blieben jedoch unverwertet. Die zweite Halbzeit startete mit einer Umstellung in der Verteidigung. Emma, die schon angeschlagen ins Spiel startete, konnte leider nicht weiterspielen und schied verletzungsbedingt aus. Nun hiess es zu neunt weiterbeissen. Die schwindenden Kräfte der Dybli machten sich dann in der zweiten Halbzeit auch deutlich bemerkbar. Die Luzernerinnen konnten den Ball laufen lassen, da die Baslerinnen die Laufarbeit vernachlässigten und zeitweise einem Töggeli gleich auf dem Platz herumstanden und es ein Leichtes war sie zu umspielen. Die Zuteilung in der Verteidigung stimmte nicht mehr und es kam wie es kommen musste. Ein verlorener Zweikampf führte zu einer unübersichtlichen Situation im Basler Schusskreis und die Luzernerinnnen mussten nur noch einschieben – 2:1. Nun galt es für die Dybli die Konzentration wieder zu finden und nochmal auf die Zähne zu beissen. Denn zum Ende des Spiels gaben die Luzernerinnen nochmals alles um vors Basler Tor zu gelangen. Trotz einigen hitzigen Situationen behielten die Baslerinnen einen kühlen Kopf und besannen sich darauf, was sie beherrschten: Angriffe über rechts und geduldig den Ball laufen lassen. Der Schlusspfiff erklang und es war klar, die Dybli hatten ihr Ziel erreicht. Der Sieg war im Trockenen und die ersten drei Punkte der Saison durften verdientermassen in Basel bleibens.

Fazit: Ein Spiel über 60 Minuten auf dem Dreiviertelfeld zu neunt verlangt genau so nach Ausdauer, Cleverness, Ruhe und einer guten Chancenauswertung wie eins über 70 Minuten über den ganzen Platz.