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Hoher Sieg der Dybli in Lausanne

Sandra Rudolf 16.10.2019
Das letzte Spiel der Basler Dybli der Feldhinrunde fand in Lausanne statt. Stade Lausanne, eine Mannschaft, die lange Zeit nicht mehr Gegner der Baslerinnen war. Einzige Erinnerung an die Stadt am Genfersee: Am Ende der Strasse steht nicht nur ein Haus am See, vielmehr sogar ein Clubhaus mit Hockeyplatz, bei dem nicht nur die Dybli sondern womöglich auch Peter Fox himself vor Neid erblassen würde. Definitiv der schönste Platz der Schweiz! Nun gut, ein schöner Platz sagt aber noch nichts über die Qualität eines Hockeyspiels aus, womit wir beim eigentlichen Thema wären: Damenhockey NLB. Die Dybli begannen unkonzentriert. Es war nicht ganz klar, ob dies am verpassten Zug bei der Anreise, dem vergessenen Röckli einer Taube oder dem Picon vom Vorabend, der noch in den Beinen steckte, lag. Trotzdem brachten es die hektischen Baslerinnen gegen noch hektischere Lausannerinnen fertig nach kurzer Zeit mit 2:0 in Führung zu gehen. Das half dem Spiel jedoch nicht. Es wurde nur noch hektischer, die Dybli fielen auseinander, standen irgendwie, der Ball rollte irgendwo, es herrschte absolute Strukturlosigkeit und es reihte sich Fehlleistung an Fehlleistung. Glücklicherweise brachte die Taktik der Lausannerinnen „Abschlag in die gegnerische Hälfte und auskontern“ nur einmal den erhofften Erfolg, bei dem Viola hinter sich ins Tor greifen musste. Anstelle des eleganten Balletts, welches die Dybli vor dem Spiel noch zu tanzen vorhatten, herrschte ein aufgeregtes Hühnergeflatter. Entsprechend war der Pfiff zur Viertelpause dann schon fast eine Erleichterung. Der Spielunterbruch tat den Baslerinnen gut. Sie fingen sich aus ihrer Baisse und kombinierten dann Mal für Mal doch sehr gekonnt bis vors, ja sogar bis ins Tor. Neuer Spielstand: 4:1. Gar nicht mal so übel. Die zweite Halbzeit war dann von der ersten auch gar nicht so zu unterscheiden. Ein Auf und Ab von ruhigem Passspiel und hektischem Durcheinander, frechen Dribblings und Eigenfehlern in absoluter Unbedrängtheit. Die jugendliche Unbekümmertheit und erfahrene Routine des Teams zahlte sich dann letztendlich aus und resultierte in weiteren vier Toren. Schlussstand: 8:1, ein resultattechnisch sehr zufriedenstellender Abschluss der Hinrunde, spieltechnisch ist noch viiiel Luft nach oben. Trotzdem freuten sich alle über den erfolgreichen Ausflug über den Röstigraben. Die Rückfahrt war entsprechend geprägt von der guten Laune über den Sieg. Sorry, an die Seniorenwandergruppe im gleichen Wagen über den Radau! Aber die sind doch einfach gut: Was ist ein Rudel Wölfe? Oder noch besser: Wie heisst ein helles Mammut?  
 
Zum Schluss noch ein Fazit:
- Warum Ecken trainieren, wenn die unkonventionellen auch ins Tor gehen?
- Rebound, Rebound, REBOUND. Zweifle nie am Nachschuss!
- Amelia, das Dybliküken hat in ihrem zweiten Spiel getroffen, was für ein Einstand!
- Last but not least, die Torschützinnen: Amelia, Clara, Sandra B., Fleur, Sevi (4x)
- Ok, und dann noch was ganz very last: Ein Rudel Wölfe – Wolfgang, ein helles Mammut – Helmut, alles klar?!